Tiefenmessschrauben
Tiefenmessschrauben (oft auch Tiefenmikrometer genannt) ermöglichen Messungen bis in Hunderstel‑Millimeter‑Bereiche und sind unverzichtbar, wenn Nuten, Bohrungen oder Planflächen zuverlässig geprüft werden müssen. Moderne Modelle bieten Teilungen von 0,01 mm bzw. Auflösungen bis ±3 µm – zertifiziert nach DIN 863‑2.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Exakte Wiederholbarkeit durch Ratschen‑Feinzustellung und spielfreie Spindelsteigung von 0,5 mm.
- Messbereich bis 300 mm dank auswechselbarer, gehärteter Messstäbe – ideal für tiefe Bohrungen.
- Analog oder digital: Digitale Varianten lassen sich per Taste zwischen mm/ inch umschalten und bieten Datenausgang (USB/Digimatic).
- Robust & normgerecht: Messflächen plan geläppt, Basis aus gehärtetem Stahl, Schutzarten bis IP54.
- Schnelle Lieferung & Fachberatung – unterstützt durch Lagerverfügbarkeit und Serviceteams führender Fachhändler.
Was ist eine Tiefenmessschraube?
Funktionsprinzip
Die Mikrometerspindel wird über eine Referenzbasis geführt; je Spindelumdrehung wandert die Messstange exakt einen halben Millimeter. Eine Trommelskala bzw. Digitalanzeige zeigt die Tiefe direkt an und vermeidet Parallaxenfehler.
Normen & Genauigkeit
DIN 863‑2 definiert Toleranzen (z. B. max. 0,01 mm Teilung, 25 mm Einzelschnitt) und die Prüfmethoden für Tiefenmikrometer – ein Garant für Vergleichbarkeit in der Qualitätssicherung.
Anwendungsbereiche
- Maschinen‑ & Werkzeugbau – Kontrolle von Nut‑ und Sitztiefen an Werkstücken.
- Feinwerktechnik & Uhrenindustrie – Messung winziger Kavitäten mit Auflösungen bis 0,001 mm.
- Qualitäts‑ und Wareneingangsprüfung – Stichprobenkontrolle in Serienfertigung; digitale Modelle unterstützen Datenerfassung im CAQ‑System.
So wählen Sie die richtige Tiefenmessschraube
Messbereich & Stablänge
0 – 25 mm für flache Taschen, bis 300 mm mit Stabsätzen für tiefe Bohrungen. Achten Sie darauf, dass alle Stäbe nummeriert und werkseitig justiert sind.
Messflächenform
Plane Spitzen für ebene Böden, gewölbte Spitzen für konische Senkungen – viele Shops listen beide Varianten getrennt, was die Filterbarkeit verbessert.
Analog vs. Digital
Digitale Geräte punkten mit direkter Datenausgabe und Einheitenumschaltung, analoge mit mechanischer Robustheit und Batteriefreiheit.
Tipps für präzise Messergebnisse
- Regelmäßig nullen – speziell nach Stabwechsel oder Temperaturwechsel.
- Ratsche nutzen – konstante Messkraft schützt vor Spindel‑Verformung.
- Kalibrierung: Jahreskalibrierung nach DIN 863‑2 oder abhängig von Einsatzhäufigkeit.
FAQ
Was unterscheidet eine Tiefenmessschraube von einem Tiefenmessschieber?
Der Schieber besitzt eine Schiene mit Nonius – gut für schnelle Kontrollmessungen bis ±0,02 mm. Die Tiefenmessschraube nutzt eine Mikrometerspindel und erreicht Genauigkeiten im µm‑Bereich, ist dafür aber langsamer beim Ansetzen.
Kann ich Messstäbe verlängern oder kürzen?
Nein, Stäbe sind präzisionsgefertigt; tauschen Sie komplette Sätze aus, um DIN‑Genauigkeit aufrechtzuerhalten.
Sind digitale Modelle gegen Kühlschmierstoffe geschützt?
Geräte mit IP54‑Gehäuse bieten Spritzwasserschutz; nach Gebrauch trockenwischen und Spannungsquelle (CR2032) entnehmen, falls längere Lagerung geplant ist.